Ergänzung Vereine in Deutschland

In ihrer diesjährigen Rede vor dem Europaparlament in Straßburg merkte Angela Merkel an, dass Solidarität und Toleranz Pfeiler eines demokratischen Europas seien und nicht nur die hohe Politik beträfen, sondern auch das gesellschaftliche Leben insgesamt.

Sie erwähnt dabei ausdrücklich die Vereine.

Wie gerne möchte man Letzteres glauben, dies auch im Hinblick auf ihre Vielzahl in Deutschland.

Leider sieht es in der Praxis oft ganz anders aus.

Bei der Betrachtung der „Vorstandsetage“ mancher Vereine, wird man oft an das Politbüro der ehemaligen DDR erinnert.

Ein „Geschacher“ um Posten mit hochtrabenden Namen ist an der Tagesordnung.

Wenn einer der Auserwählten die Voraussetzungen für ein Amt nicht erfüllt, werden diese „heruntergeschraubt“ und seinen bescheidenen Befähigungen angepasst.

Wenn einer das Bedürfnis nach der Macht eines Amtes in seinem Inneren verspürt, wird für ihn ein zusätzliches Amt einfach geschaffen.

Satzungen und Ordnungen werden verstümmelt, bis sie dem Intellekt eines neuen Amtsträgers gerecht werden.

Zuletzt gibt es mehr Posten als Mitglieder, ein „Politbüro“ mit „watschelnden“, unfähigen Funktionären, die sich gegenseitig festhalten, damit sie nicht umfallen, denn fällt einer, fallen sie alle. Dies hat uns die jüngere Geschichte gelehrt.

Es wäre ja oft alles eine Art zeitversetzte Stasi - Komödie, wenn die „Genossen“ nicht den Anspruch hätten, dass diese Tätigkeiten auch fürstlich vergütet werden.

Und wer soll das bezahlen? Natürlich die, die Funktionäre nicht bestellt haben - die Mitglieder.

Doch diesen geschieht es Recht, könnte man sagen, wenigstens denen, die den neuen Bossen, die sie vorher ignoriert und verachtet haben, jetzt huldigen.

Aber was ist mit den anderen, den Unzufriedenen, die in einen „Lachverein“ eingetreten sind, weil sie lachen wollen oder in einen „Schießverein“, weil sie gerne schießen und jetzt weder lachen noch schießen, sondern nur zahlen (man führe sich die Gebührenordnung mancher Vereine zu Gemüte).

Für sie hätte der Dichterfürst der DDR, Bertolt Brecht auch keinen Rat, denn Republikflucht war nicht seine Sache.

Wohl aber für die Vorstände: “ Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?“, würde er sagen, nachdem er endlich wach wurde.

Richard Didicher

P.S.: Und ich muss immer an das viele Geld denken, das oft „trickreich“ verbraten wird und dabei gibt es „Ein Herz für Kinder“, „Tiere in Not“, „ Brot für die Welt“ und vieles mehr, das Hilfe braucht.

Dennoch:

Alles unter Generalverdacht zu stellen wäre falsch. Es gibt in Deutschland zahlreiche Vereine, die nicht profitorientiert sind, deren Engagement Bewunderung verdient und die redlich verwaltet werden.

Sport- oder Musikvereine, die Jugendlichen eine Alternative zum monotonen Alltag bieten, verdienen unseren Respekt. Nicht zuletzt haben auch die Zusammenschlüsse von Menschen, die von einem gemeinsamen Hobby beseelt sind, eine Existenzberechtigung.

Unsere sozialen Einrichtungen sind auf die Mithilfe von Vereinen angewiesen, wenn es um die Betreuung alter oder hilfebedürftiger Menschen geht. Aber auch Umwelt-, Tier- oder Katastrophenschutz wird von vielen ehrenamtlich tätigen Menschen mitgetragen.

Daran wird wohl die Bundeskanzlerin auch beim Verfassen ihrer Rede über Toleranz und Solidarität gedacht haben.

Liebe Besucher unserer Homepage!

Mit dem Epilog, eine Art Nachwort geht unsere Geschichte über die Rückkehr des alten Wolfes zu Ende. Falls Sie eine der Geschichten verpasst haben, können Sie alle auf

http://www.red-love-of-mimosa.homepage.t-online.de nachlesen.

Zu unserem neuen Projekt:

Viele von uns mussten leider die traurige Erfahrung machen, dass ein Hundeleben viel zu kurz ist und dass oft nichts bleibt als Erinnerungen. Halten wir doch in Form von Portraits (Geschichten) von Hunden, die im Hundehimmel weilen, diese Erinnerungen fest.

Bitte senden Sie uns Geschichten von Ihren Hunden, wir werden Sie auf dieser Homepage

http://www.irish-setter-clever-und-cool.de

veröffentlichen.

Sie können uns aber auch Eckdaten Ihrer unvergessenen Hunde und prägnante Erlebnisse mit Ihnen zuschicken. Wir helfen Ihnen bei der Kreation einer Geschichte.

Zum 1000. Besucher- Click im ersten Monat

In eigener Sache

Liebe Rita, wir möchten Dir für diese wunderbare Homepage danken.

Du hast auf diesen Seiten dein und unser Wissen über den Irish Setter zusammengetragen und gestaltet.

Die Erfahrungen einiger Jahrzehnte hast Du einfließen lassen.

Der übersichtliche Aufbau, die Vielfältigkeit der Themen und die graphische Umsetzung können sich sehen lassen.

Wir haben in unserem Leben zu viel Zeit dazu verwendet, für andere da zu sein und unfähigen Menschen in der Öffentlichkeit ein Gesicht zu geben.

Jetzt arbeiten wir nicht mehr für den Schein, sondern nur noch für die Hunde, für diese wunderbare Rasse, damit sie noch lange erhalten bleibt.

M a r i o n ,   A n g e l i k a   u n d   R i c h a r d

Vereine in Deutschland

Wieder hat eine Umfrage ergeben, dass der Berufsalltag für die meisten Menschen keine Erfüllung bedeutet. Hierarchische betriebliche Strukturen lassen für den Einzelnen wenig Spielraum.

Umso wichtiger sind Aktivitäten, die nicht mit dem Arbeitsplatz zusammenhängen. Häufig bietet die Welt der Vereine ein Kontrastprogramm zum Berufsleben.

Doch die Vorstellung, dass hier eine direkte Demokratie gelebt wird und gemeinsame Ideale verwirklicht werden, ist häufig nur ein schöner Schein.

Jeder eingetragene Verein verfügt über feste Strukturen, einen Vorstand und eine Satzung. Ein Vorstandsamt ist mit Arbeitsaufwand verbunden, also hält sich normalerweise die Begeisterung für ein solches Amt zu kandidieren in Grenzen.

Das Vereinsrecht empfiehlt zwar, nur bei vorhandenen Befähigungen und Kenntnissen ein Amt anzunehmen, doch nicht selten lassen sich Vereinsmitglieder dann in Vorstandsämter wählen, wenn sie dem Geltungsdrang unterliegen, einmal im Leben über andere zu bestimmen.

Sprachkompetenz, juristische Kenntnisse und Erfahrung in Menschenführung bleiben Fremdwörter.

Manchen Funktionären bereitet sogar das Lesen und Verstehen der Satzung Schwierigkeiten und dabei gibt es nebenbei noch kompliziert formulierte Ordnungen, die auch verstanden werden müssen.

„Halb so wild“ denkt man, schließlich handelt es sich ja nur um ein Hobby. Falsch gedacht, denn der Verein ist eine juristische Person und besitzt Rechtsfähigkeit und der Vorstand haftet bei fahrlässigem Handeln.

Kostspielige juristische Auseinandersetzungen, die manchmal beim Oberlandesgericht enden, sind vorprogrammiert. Finanziert werden diese natürlich durch die Mitglieder.

Mitgliedsbeiträge müssen zusätzlich noch für einiges herhalten:

Pauschale, überzogene Telefonkosten,

Zuwendungen kaschiert als Büromaterial oder kostspielige Übernachtungen.

Und wenn es ganz hart kommt, wird eine Finka in Spanien oder ein Urlaub in der Dominikanischen Republik damit finanziert oder die Haushaltskasse wird aufgestockt. Da kommen leicht mal vier- bis fünfstellige Summen zusammen.

Wenn man überlegt, dass viele langjährige Mitglieder diese Exzesse von ihrer Rente abzweigen, ist dies ein Skandal.

Eine pragmatische Lösung wäre, die Mitgliedsbeiträge in der Vereinswelt nicht ständig zu erhöhen, sondern einfach auf das Nötigste zu reduzieren.

Wer ein Ehrenamt annimmt, sollte wissen, dass keine finanziellen Zuwendungen damit verbunden sind. Auch sollte man die Interessen des Vereins und nicht die eigenen in den Vordergrund stellen.