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30.08.2021 (Richard Didicher)

Liebe Leserinnen und Leser,

ein Hund ist nicht für die Couch geboren, er freut sich über jede Aufgabe. In vielen Jahrzehnten habe ich im Bereich Hundesport, Gehorsams- und Jagdhundeausbildung viel Nützliches, aber auch Überflüssiges und Unerfreuliches erlebt.

Seit einigen Jahren verfolge ich die Arbeit der Menschen, die mit Rettungshunden arbeiten.

Keine Selbstdarstellung, kein Glamour, sondern eine großartige und sinnvolle Tätigkeit!

Dass diese Arbeit auch mit Settern möglich ist, hat mir mein Freund Dieter mit seinem Rot – Weißen „Seelenhund“ Krümel gezeigt. Im Anschluss einige Informationen des Bundesverbandes für Rettungshunde e. V.

 

Bitte informieren Sie sich über die Arbeit des Verbandes. Und wenn Sie die Möglichkeit haben, unterstützen Sie die ehrenamtliche Tätigkeit dieser Idealisten.

Richard Didicher

 

 

BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. – Hunde retten Menschenleben

Der 1976 gegründete BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. ist Deutschlands größter Rettungshundeverband. In mehr als 80 Staffeln engagieren sich über 2.000 aktive Mitglieder für die Ausbildung der Rettungshunde die zahlreichen Sucheinsätze, zu denen die Einsatzkräfte im Jahr gerufen werden.

Alle Mitglieder unseres Rettungshundeverbandes arbeiten ausschließlich ehrenamtlich und gehen nach polizeilicher Anforderung kostenlos in den Einsatz.

Hundeführer, Suchtrupphelfer oder Zugführer – für jeden das passende Engagement

Ein Einsatzteam besteht immer aus Hund, Hundeführer sowie mindestens einem Suchtrupphelfer. Dieser ist für die Kommunikation mit dem Zugführer sowie die Navigation durch das oft sehr unübersichtliche Gelände verantwortlich. Die Leitung des Staffeleinsatzes sowie die einsatzbezogene Ausbildung der Staffelmitglieder übernimmt der Zugführer. Wie Sie sehen, gibt es verschiedenste Möglichkeiten, sich aktiv in die Rettungshundearbeit einzubringen.

Ausbildung zum Flächen- und Trümmersuchhund oder Mantrailing

Im BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. stehen für die Ausbildung der Hunde die Sparten Fläche, Trümmer und Mantrailing zur Auswahl. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Sparten finden Sie unter nachfolgenden Links.

Flächensuche (https://www.bundesverband-rettungshunde.de/de/flaechensuche.html) Trümmersuche (https://www.bundesverband-rettungshunde.de/de/truemmersuche.html) Mantrailing (https://www.bundesverband-rettungshunde.de/de/mantrailing.html)

Da der Großteil der Hunde in den Sparten Fläche und Trümmer ausgebildet werden, eignen sie sich für den Einsatz in unterschiedlichen Notlagen, um das Leben von Menschen zu retten.

Die Ausbildung der Hunde erfolgt nach modernsten Methoden, wobei die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes immer im Vordergrund stehen. Besonders großer Wert legt der BRH auf die hohe Qualität der Ausbildung von Hunden und Menschen.

Ausbildung zum Rettungshund ist rasseunabhängig

Die meisten der Hunderassen oder deren Mischlinge eignen sich für die Ausbildung zum Rettungshund, wobei sie folgende Eigenschaften mitbringen sollten:

Lauffreudigkeit

Arbeitsfreude

guter Gehorsam

Menschen positiv zugewandt (weder zu ängstlich noch aggressiv)

Die Ausbildung selbst erfolgt in den verschiedenen Rettungshundestaffeln sowie in den drei Ausbildungszentren

https://www.bundesverband-rettungshunde.de/de/ausbildungszentren.html

des BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. in Hünxe, Mosbach und Malchin.

Sie sind an der Rettungshundearbeit interessiert? Kontaktieren Sie eine Staffel in Ihrer Nähe https://www.bundesverband-rettungshunde.de/de/staffeln.html

oder schreiben Sie eine E-Mail an

medien@bundesverband-rettungshunde.de

 


 

(12.08.2021)

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Sie/Ihr  haben/habt hoffentlich bemerkt, dass sich für Hannah und ihren  kleinen Setter mit dem schwarzen Fleck in ihrer Heimat der Kreis geschlossen und die Geschichte ein Ende gefunden hat.

 

Gelegentlich habe ich an der Reaktion von Freunden gemerkt, dass viele mit Interesse den Fortgang der Handlung verfolgt haben.

 

Anregungen für eine neue Geschichte nehme ich gerne entgegen.

 

Vorerst bitte ich Sie/Euch,  der Geschichte „Der Wolf kehrt zurück“ Ihr/Euer Interesse zu widmen. Ich habe sie nochmals gründlich überarbeitet und einzelne Teile ergänzt oder besonders subjektive Passagen gestrichen.

 

Die neue Fassung  der Wolfsgeschichte, wie alle anderen Wochengeschichten, sind nachzulesen auf dieser Homepage  unter dem Button „Geschichten zum Download“ oder auf meiner gesonderten Homepage https://tieremenschengeschichten.de.tl

 

Danke für Ihr/Euer  Interesse

 

Richard Didicher

 


Kluge Vorstehhunde oder rennende Gespenster (Richard Didicher)

Zwei hoch dekorierte Richter schreiten über ein Weizenfeld. Ein unscheinbarer, kleinwüchsiger Setter zieht im „Affentempo“ seine Schleifen, er überläuft Hühner, die ablaufen, den Richtern fällt es nicht auf, der Hundeführer ignoriert es natürlich.

Der Hund bekommt auch ohne Vorstehleistung für die „hervorragende“ Suche einen zweiten Gang angeboten.

Ein weiterer Hund von mittlerer Größe arbeitet im normalen Tempo, sucht sich den Wind, hält Kontakt zum Führer. Ausgeschieden: mangelnder Suche.

Nach fast vierzig Jahren Beschäftigung mit Vorstehhunden haben mich zwei Dinge stets sprachlos gemacht:

Die herrliche Anlage der Hunde, die in einer solch wundervollen Pose urplötzlich Wild vorstehen.

Hazel

und

die Dummheit vieler Hundeführer, Ausbilder und Richter, die diesen Vorgang nicht verstehen und einordnen können.

Ich verschone Sie mit einem Vortrag über die Komplexität der Geruchsorgane beim Hund und die Bedeutung des Jakobschen Organs in der Geruchswahrnehmung. Dies ist alles in jedem Lehrbuch für Zoologie nachzulesen.

Es ist auch allgemein bekannt, dass der Hund über 220 Millionen Riechzellen verfügt, der Mensch gerade mal über 5 Millionen.

Was aber die wenigsten wissen, die angeblichen Fachleute aber wissen sollten:

Riechzellen reagieren nur kurz (oft nur Sekunden) auf einen bestimmten Duft, selbst wenn dieser länger angeboten wird. Die Riechzellen werden danach „stumm“, man spricht von Adaption. Der Hund versucht durch Pendelbewegungen oder Schnüffelstöße diesen Vorgang zu umgehen, aber oft nimmt er ihn dennoch mehr sofort wahr.

Er bräuchte eine „Geruchspause“ um sich zu orientieren, um so die betreffenden Geruchsrezeptoren neu anzuregen.

Bei den Prüfungen ist aber ein rasantes Suchtempo gefragt, dies ermöglicht es dem Hund nicht, sich neu zu sortieren und die Reizrezeptoren wieder zu aktivieren.

Der Setter rennt wie ein Windhund über das Feld, überläuft Wild, da seine Riechzellen u. U. stumm sind und wenn er Glück hat, werden bei weiterem Wildbesatz seine Riechzellen wieder mit Duftstoffen stimuliert und es erfolgt das Signal zum Gehirn, das das Vorstehen bewirkt.

(Die angeblich ganz elitären Importe aus Irland verzichten dann auf das Vorstehen und werfen sich einfach zu Boden. Vorliegen nennt sich dieser zweifelhafte Vorgang, aber Hauptsache er zählt bei der Punktvergabe.)

Ich habe aber auch Hunde „mit der Nase im Wind tanzen sehen“ auf der Suche nach neuen Geruchseindrücken, eine einmalige Vorstellung. Doch dies geht nur, wenn der Hund selbständig arbeiten, d. h. sich orientieren kann.

Das närrische Rennen - oft einen Kilometer in die Tiefe und dann wieder zurück- hat nichts mit der Arbeit eines Vorstehhundes zu tun, denn in Wirklichkeit ist nur „Rennleistung“ gefragt.

Das sind keine Jagdhunde, sondern Prüfungsteilnehmer im Hochleistungssport mit schnellfüßigen Hundeführern in Turnschuhen, damit sie zum Hund sprinten, wenn er am Horizont vorsteht. Die Devise lautet natürlich: immer schneller, immer weiter.

Und die unbedachten Leser fragen sich, was an diesen Sportprüfungen falsch sei, wenn sie so viel Spaß machen?

Die Antwort ist einfach: Gar nichts, wenn es ein reines Sportvergnügen wäre, gäbe es da nicht noch einen traurigen Part in diesem Spiel: die vielen Fasanen und Rebhühner.

Sie werden in Volieren gezüchtet und vor der Prüfung ohne Flugerfahrung nach stundenlangen Transporten erschöpft ausgesetzt. Es sind Lebewesen, herrliche Vögel und der Mensch hat kein Recht, sie grundlos als Sportvergnügen dem Raubzeug zum Fraß vorzuwerfen.

Diese Tiere haben keine Lobby und es gibt niemanden, der für diese Geschöpfe auf die Straße geht. Doch auch das wäre Schutz unserer Umwelt.